PORTFOLIO

Konzeption, Choreografie, Tanz

L_overdose

Drei Tanzduette zum Thema Liebe (Uraufführungen)
i-camp / neues theater München 14.02.2015
Tanz 3mal 2sam – Mit „L_overdose“ haben die Choreografen Rita Barao Soares, Jasmine Morand, Pedro Dias und David N. Russo zum Valentinstag eine Hommage an Menschen zusammengestellt, die zusammenhalten.

In einer Zeit, in der der Begriff „Liebe“ allgegenwärtig beschönigt existiert, feiern drei Choreografien die Liebe, wie sie sich im Alltag anfühlt. Mit all den Schwierig-keiten und Machtspielen, den Balanceakten und Kompromissen und dem Wissen, dass man trotzdem oder genau deswegen das Leben miteinander teilen will.

Es werden beispielhaft drei Beziehungen dargestellt, die Paare über den Lauf eines Lebens zeigen. Beginnend in der Jugend, in der alles rasend schnell geht und sich unwirklich intensiv anfühlt, weil man es zum ersten Mal erlebt, über das so stark von Pflichten und Alltag überschattete, oft etwas zu wenig gemeinsame Erwachsensein bis ins Alter, in dem die Zeit scheinbar stehen bleibt, aber dadurch zu einer unbeschwerten Langsamkeit wird, zwischen Erinnerung und gemeinsamer Zukunft.

Wie auch in der Liebe bewegen sich die Chorografien hin und her zwischen dem, was ist und dem, was sein kann. Die Körper bewegen sich mit- und gegeneinander – auf der Suche nach der Balance als Paar zwischen Abhängigkeit und Vertrauen, Zielstrebigkeit und Verlorenheit, Macht und Unterwerfung.

Presse

„Russo (…) ist eine der spannendsten und umtriebigsten Figuren der Münchner Szene. (…) Als Lehrer an der Ballettakademie kommt dem Sohn einer Philippinin und eines in Frankreich geborenen Italieners gewiss sein sanftes Gemüt zugute, seine klassisch wie zeitgenössisch immense Erfahrung und sein Auge für Menschen (…). Nichts wird hier verklärt, aber auch der Spaß nicht unterschlagen, den das alles macht. Und unter dieser Prämisse steht das gesamte von Russo initiierte Tanz-Triptychon, das einem gegen den virtuellen Entfremdungs-Zeitgeist zuruft, dass es lohnend sein kann, sich aneinander zu reiben.“

Sabine Leucht, Süddeutsche Zeitung, 14.02.2015Ground(s) Diptychon

Eine Produktion von Prototype Status Dance Company
Konzept: Jasmine Morand und David N. Russo
Schwere Reiter Theater München 15.01.2015
„Ground(s)“ ist die Zusammenstellung zweier Stücke, die sich neue Technologien zunutze machen, um besondere Atmosphären zu entdecken. Dies gelingt anhand der Beziehung des Klangs und der Geste zum Bild, das entweder in seiner angehenden Bewegung oder in der steifen Erstarrung des Augenblicks begriffen werden kann.

Presse

„Auf „Playground“ ist nicht nur die Testosteron-Ausschüttung dreier  in einer Art Rugby-Wühlen miteinander verketteter, wild aufstampfender Kerle beträchtlich, die schließlich kämpferisch versuchen, einander eine Trophäe abzujagen – nach dem bewährten und dennoch immer wieder beeindruckenden dramaturgischen Muster, wonach Spiel in Gewalt umkippt…“

Eva-Elisabeth Fischer, Süddeutsche Zeitung, 18.01.2015

„Russo ist noch immer ein vorbildlicher Performer; seine Intensität, Genauigkeit und instinktive Qualität treiben die Performance, mit Fabio Bergamaschi und Manuel Salas Palau, auf ein bemerkenswertes Level.“

Alison Kent, Dance Europe No. 193, März 2015

5 Jahre Karussell 

Fünfteiliger Tanzabend, veranstaltet von David N. Russo

Zwei Uraufführungen, eine München-Premiere, zwei Wiederaufnahmen

i-camp / neues theater München 14.06.2013

Mit “Fünf Jahre Karussell”, seinem mittlerweile fünften Tanzabend, bringt David Russo für das Münchener Publikum fünf Kurzchoreografien auf die Bühne und vereint wiederum mehrere Künstler und ihre Arbeit in einer gemeinsamen Abendveranstaltung.
Die Schweizer Choreographin Jasmine Morand stellt ihr Stück “Perspective d’une existence fictive” vor. Caroline Finn, ehemalige Gärtnerplatz-Solistin und mittlerweile etablierte Tanzschaffende, zeigt ihr 2007 mit Alessandro Pereira gemeinsam erarbeitetes Solo “Bernard”. Die Tänzerin und Performerin Katrin Schafitel zeigt ihr in Zusammenarbeit mit der Choreographin Katja Wachter entstandenes Solo “Einzelhaft” und die beiden Italiener Matteo Carvone und Alessio Attanasio, Solo-Tänzer im Ensemble des Gärtnerplatz Theater, zeigen zwei neue Kreationen. Im Foyer stellen die Künstlerinnen Nina Radelfahr und Katharina Maria Neuweg aus München ihre Werke aus.

Presse

„Fünf Jahre Karussell“ – ein treffender Titel für David Russos Jubiläums-Programm im Münchner i-camp. Da dreht sich was, da kommt was in Schwung in der letzthin etwas ermüdeten freien Münchner Tanz-Szene. (…) Tanzstilistisch ist es ein farbiger Abend. Vor allem schafft Russos „Karussell“-Unternehmung eine Plattform für den zeitgenössischen Tanz in München, was vom Kulturreferat mit Unterstützung honoriert wird.“

Malve Gradinger, Tanznetz.de, 15.06.2013

(http://www.tanznetz.de/blog/25903/spielerisch-und-doch-sehr-erwachsen)

Tanzbescherung 

Vierteiliger Tanzabend, präsentiert von David N. Russo

i-camp / neues theater München17.12.2011

Erneut zum Gastspiel lädt David Russo Jasmine Morand / Cie. Prototype Status (CH) ein, sie zeigt diesmal die München-Premiere ihres Stückes Caso & Caos (2009, München-Premiere). Wieder zu sehen ist der mittlerweile in München lebende Italiener Alberto Franceschini mit dem Stück Still Life (2011), das er mit Russo choreographiert und am 15. Oktober 2011 im Literaturhaus München zur Aufführung gebracht hat.
Als Tänzer ist Pedro Dias in seiner eigenen Choreographie Binary (2010) mit Rita Soares zu sehen, ehe David Russo zum Abschluss des Abends seine gemeinsam mit Jasmin Morand choreographierte Uraufführung Don’t panic auf die Bühne bringt.

Presse

„Russo ist ein extrem vielseitiger Tänzer, der in einem Augenblick von hohem Drama zur Komödie wechseln kann. (…) Es war ein unerwarteter aber berauschender Abend, der zeigte, dass die freie Tanzszene Münchens wirklich aufblüht. Man kann nur hoffen, dass diese vollendeten Künstler in der Zukunft weiterhin neue Arbeiten erstellen werden.“ 

Alison Kent, Dance Europe No. 160, Februar 2012

@time

Eine Tanzperformance von Rita Soares, Pedro Dias und David N. Russo

icamp neues theater München 07.01.2011

Im September 2010 verließen Pedro Dias, David Russo und Rita Soares – SolotänzerInnen am Staatstheater Gärtnerplatz – das Ensemble, um neue Wege zu gehen. Die Suche nach eigenständiger, künstlerischer Entwicklung wird die Basis ihres ersten gemeinsamen Tanzprojektes mit dem Arbeitstitel „@ time“ sein, in dem sich die Choreographen in einem offenen Arbeitsprozess mit dem Faktor Zeit auseinandersetzen.

Presse

„Die drei arbeiten außergewöhnlich gut zusammen, was sicherlich daran liegt, dass sie schon lange vor diesem Abenteuer gemeinsam performt haben. Ihre individuellen Persönlichkeiten ergänzen sich perfekt. Es war ein positiver Anfang und hoffentlich werden sich in der Zukunft viel mehr solch innovative Programme entwickeln. Sie sind sicherlich ein aufregendes Trio in der immer größer werdenden freien zeitgenössischen Tanzszene in und um München.“

Alison Kent, Dance Europe No. 149, März 2011